Island ist weit mehr als nur Feuer und Eis. Hinter jedem Basaltfelsen könnte ein versteinerter Troll lauern, und in den sanften Hügeln der Lavafelder schläft das „verborgene Volk“. Für alle, die das Mystische suchen, ist eine Island Rundreise mit dem Wohnmobil oder – für die Abstecher ins wilde Hochland – mit einem 4×4-Camper die ultimative Freiheit. Sie sind nicht nur Reisender, sondern Teil der Landschaft.
Begleiten Sie uns auf eine 14-tägige Reise rund um die Insel, wo Legenden wie die Geisterdame Gunna oder der höllische Vulkan Hekla zum Greifen nah sind.
Die 14-Tage-Saga-Route Island Rundreise (Ringstrasse & Highlights)
Tag 1: Reykjanes – Der Geist in der Maschine

- Saga-Orte: Gunnuhver. Hier spukt die rachsüchtige Gunna, die einst von einem Pastor in die brodelnde Schlammquelle gelockt wurde.
- Sehenswertes: Die Brücke zwischen den Kontinenten, Leuchtturm Reykjanesvíti.
- Übernachtung: Vogar Campsite (ideal nach der Fahrzeugübernahme).
Tag 2-3: Der Goldene Kreis & Heklas Schatten

- Saga-Orte: Þingvellir (Sitz der ersten Althing-Sagas). Hekla: Das mittelalterliche „Tor zur Hölle“. Mit dem 4×4-Camper dringen Sie bis in die schwarzen Aschefelder am Fusse des Vulkans vor.
- Sehenswertes: Geysir Strokkur, Wasserfall Gullfoss.
- Übernachtung: Skjól Camping.
Tag 4-5: Wasserfälle & versteinerte Riesen

- Saga-Orte: Seljalandsfoss (Heimat der Naturgeister) und Reynisdrangar bei Vík. Diese Felsnadeln im Meer sind Trolle, die im Sonnenlicht zu Stein wurden.
- Sehenswertes: Der schwarze Strand von Reynisfjara.
- Übernachtung: Vík í Mýrdal Camping.
Tag 6: Das Reich der Eisriesen

- Saga-Orte: Skaftafell. Unter dem riesigen Vatnajökull-Gletscher sollen laut Sagen alte Eisriesen schlafen.
- Sehenswertes: Svartifoss (Basaltsäulen), Gletscherlagune Jökulsárlón.
- Übernachtung: Skaftafell Campground.
Tag 7-8: Die Ostfjorde – Elfen-Hauptstadt

- Saga-Orte: Borgarfjörður Eystri. Besuchen Sie die Álfaborg, die prächtige Festung der Elfenkönigin.
- Sehenswertes: Papageitaucher-Beobachtung (Saisonabhängig).
- Übernachtung: Borgarfjörður Eystri Campsite.
Tag 9-10: Mývatn – Wo die Weihnachtstrolle wohnen

- Saga-Orte: Dimmuborgir („Dunkle Burgen“). Ein Lava-Labyrinth, in dem die 13 Yule Lads (Weihnachtstrolle) leben. Zudem die Schlucht Ásbyrgi, der Hufabdruck von Odins Pferd.
- Sehenswertes: Hverir Schlammquellen, Wasserfall Goðafoss.
- Übernachtung: Camping Hamrar (Akureyri).
Tag 11-12: Die Halbinsel der Trolle & Drachenfelsen

- Saga-Orte: Tröllaskagi. In den einsamen Tälern sollen die letzten Riesen hausen. Weiter westlich steht Hvítserkur, ein versteinerter Drache im Meer.
- Sehenswertes: Das Heringsmuseum in Siglufjörður, Kolugljúfur Canyon.
- Übernachtung: Hvammstangi Campsite.
Tag 13-14: Snæfellsnes – Das Zentrum der Kräfte

- Saga-Orte: Der Snæfellsjökull. Laut Jules Verne der Eingang zum Mittelpunkt der Erde. Der Berg Kirkjufell ist Schauplatz unzähliger Elfen-Sichtungen.
- Sehenswertes: Londrangar Basaltfelsen (die „Kirche der Elfen“).
- Übernachtung: Hellissandur Camping.
Das 4×4-Abenteuer: Für Autofans und Entdecker
Wer Island wirklich bezwingen will, braucht das richtige Gerät. Unsere 4×4-Camper sind nicht nur Fahrzeuge, sie sind mobile Basislager für echte Kerle. Wenn der Asphalt der Ringstrasse endet und die berüchtigten F-Strassen beginnen, fängt der Spass erst an.
- Bodenfreiheit: Überwinden Sie mühelos steinige Pisten und tiefe Schlaglöcher im Hochland.
- Flussüberquerungen: Die Königsdisziplin. Wenn Sie mit dem 4×4-Camper langsam und stetig durch eine Furt gleiten, während das Wasser an die Türen schwappt, spüren Sie das Adrenalin der isländischen Wildnis.
- Autarkie: Keine Hotels, keine Kompromisse. Standheizung an, Kaffee kochen und dort übernachten, wo die Zivilisation endet.
Der Slow Travel Mehrwert: 21 Tage Freiheit (Add-on)

Haben Sie 21 Tage Zeit? Das ist der wahre Luxus. Island erschliesst sich erst beim langsamen Reisen vollends. Diese Zusatzwoche ist die perfekte Gelegenheit für:
- Die Westfjorde: Ein einsames Paradies aus tiefen Fjorden und Hexengeschichten in Hólmavík. Ohne den Zeitdruck der Ringstrasse können Sie hier tagelang die Stille geniessen.
- Landmannalaugar: Nutzen Sie den 4×4-Antrieb für eine Expedition ins Landesinnere zu den bunten Rhyolithbergen.
- Wetter-Check: Mit 21 Tagen können Sie Sturmfronten einfach aussitzen und die Reise fortsetzen, wenn die Sonne die Trollfelsen wieder zum Leuchten bringt.
Kleines Island-Lexikon für Camper
- Foss: Wasserfall (z.B. Gullfoss)
- Fjara: Strand (meist schwarz und sandig)
- Hver: Heisse Quelle / Schlammloch
- Laug: Thermalbad (wichtig für die Entspannung!)
- Fjallavegur / F-Vegur: F-Strassen (Nur für 4×4-Fahrzeuge zugelassen)
- Ófært: Unpassierbar (Immer auf road.is prüfen!)
- Bensín / Dísil: Benzin und Diesel (Tankstellen sind im Hochland selten – immer volltanken!)
Island wartet nicht auf Sie – es fordert Sie heraus. Sind Sie bereit, das Steuer zu übernehmen? Buchen Sie jetzt Ihr Wohnmobil oder Ihren 4×4-Camper für die Reise Ihres Lebens.
Finde die Elfen und Trolle sowie die Monster

Vom Steingesicht zur Elfenkönigin: Die Psychologie der Island-Pareidolie
Haben Sie beim Betrachten der obigen Bilder bereits das Gefühl gehabt, ein Zwinkern von einem der versteinerten Trolle zu erhalten? Oder vielleicht eine zarte, elfenartige Bewegung im Dampf einer Thermalquelle wahrgenommen? Wenn ja, dann sind Sie nicht allein – und Sie sind auch nicht verrückt. Sie sind schlichtweg ein Mensch mit einem perfekt funktionierenden Gehirn.
Dieses Phänomen, bei dem unser Gehirn überall Gesichter, Figuren oder bekannte Muster erkennt, wo eigentlich nur Felsen, Wolken oder Kaffeeflecken sind, nennt sich Pareidolie. Und Island ist, psychologisch gesehen, das Pareidolie-Paradies schlechthin.
Wissenschaftlich erklärt: Das „Gesichts-Detektiv“-Gehirn
Wissenschaftlich betrachtet, ist Pareidolie ein evolutionäres Überbleibsel. Unser Gehirn ist darauf programmiert, so schnell wie möglich Muster zu erkennen – insbesondere Gesichter. In grauer Vorzeit war es überlebenswichtig, ein Raubtier im Gebüsch oder ein feindliches Gesicht in der Menge sofort zu identifizieren. Der „Gesichts-Detektiv“ in unserem Kopf ist also ein echtes Ass, aber er ist auch ein bisschen übermotiviert. Er schreit „GESICHT!“, sobald er drei Punkte und einen Strich sieht.
Forschungsergebnisse, wie zum Beispiel von Professor Norihiro Sadato vom National Institute for Physiological Sciences in Japan, zeigen, dass die Hirnareale, die für die Verarbeitung von Gesichtern zuständig sind (wie der fusiforme Gesichtsbereich), auch dann aktiv werden, wenn wir Pareidolie-Gesichter in unbelebten Objekten wahrnehmen. Es ist, als würde unser Gehirn einen „Wahrnehmungs-Fehlalarm“ auslösen – aber einer, der uns oft schmunzeln lässt.
Lustig gesehen: Island – Das Land der Tausend Trugbilder
Und genau hier kommen die Sagen Islands ins Spiel. Die Isländer haben nicht nur eine lebendige Erzählkultur, sondern sie leben auch in einer Landschaft, die geradezu dazu einlädt, den „Gesichts-Detektiv“ im Kopf auf Hochtouren laufen zu lassen. Die bizarren Lavaformationen, die nebligen Fjordlandschaften und die unzähligen, fast menschlich wirkenden Felsen sind ein gefundenes Fressen für unseren Pareidolie-Instinkt.
Es ist also kein Zufall, dass Island als das Land der Elfen und Trolle gilt. Die Isländer haben einfach eine besonders feine Antenne für diese optischen „Fehlalarme“ entwickelt und sie mit Geschichten und Legenden zum Leben erweckt. Wenn Sie also auf Ihrer Reise einen Felsen sehen, der Ihnen verdächtig nach einem Troll aussieht, dann denken Sie daran: Es ist nicht Ihre Einbildung, es ist Ihr evolutionäres Erbe, das Ihnen einen Streich spielt. Und wer weiß – vielleicht zwinkert Ihnen der Troll ja tatsächlich zurück?
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